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TraditionErlebnisVeyron 16.4Grand Sport
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Jenseits der 400

Der Veyron 16.4 ist das schnellste Serienfahrzeug aller Zeiten.

Die Höchstgeschwindigkeit von 407 km/h, die in den Fahrzeugpapieren eingetragen wird, ist sogar leicht untertrieben: Am 19. April 2005 registrieren die Zulassungsbehörden in mehreren Tests eine durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit von 408,47 km/h. Jahrelang haben die Techniker akribisch Schritt für Schritt auf das Ziel hingearbeitet, die Schwelle von 400 Stundenkilometern zu knacken. Kein Windkanal kann diese Geschwindigkeit simulieren, deshalb wurden verschiedene Bodenhöhen, Veränderungen an Heckflügel, –spoiler und Unterboden nacheinander auf Highspeed-Teststrecken getestet und immer wieder verbessert. Am Ende belohnte die offizielle Messung den Ehrgeiz.

Diese Hochgeschwindigkeit resultiert aus dem perfekten Zusammenspiel von Motorentechnologie, konsequentem Leichtbau, eigens entwickelten Reifen und der komplexen Balance zwischen Auftrieb und Abtrieb. Bei hohem Tempo ist für die Aerodynamik nicht nur ein niedriger Luftwiderstand entscheidend, sondern auch die präzise Abstimmung des Abtriebs, der das Auto stabil auf die Straße drückt. Zugleich erfüllt der Veyron als Serienfahrzeug ein Höchstmaß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Fahrbarkeit für den Kunden.

Für die optimale Aerodynamik haben die Bugatti-Entwickler drei Konfigurationen entwickelt. Der Standard-Modus mit komplett eingefahrenem Heckflügel und -spoiler kommt bis 220 km/h zum Einsatz. Der Handling-Modus für höhere Geschwindigkeiten senkt die Nase des Sportwagens ab und fährt den monumentalen Heckflügel aus. Dies drückt den Wagen um 350 zusätzliche Kilo nach unten und bewahrt zugleich die Kurvendynamik des Veyron. Die Topspeed-Stufe schließlich für Geschwindigkeiten jenseits von 375 km/h muss vor dem Start mit dem Topspeed-Key aktiv freigegeben werden und der Supersportwagen wird auf Höchstgeschwindigkeiten eingestellt: Die Diffusorklappen vorne werden geschlossen, der Unterboden ist völlig plan, der Heckflügel schließt bündig mit der Karosserie ab und bildet eine Abrisskante. Die Abtriebswerte sind stark reduziert, um die ohnehin hohe Beanspruchung der Reifen möglichst gering zu halten. Das Auto wird von seinem Eigengewicht und dem Abtrieb sicher auf der Straße gehalten. Der Veyron startet direkt im Topspeed-Modus und erlaubt dem Fahrer nur einen eingeschränkten Lenkereinschlag. Beim ersten Bremsen wechselt der Bugatti-Sportwagen automatisch in die Handling-Stufe. Jedem aber, der auf langer, gerader Strecke kontinuierlich beschleunigt, beweist der Veyron seine Position als schnellstes Serienfahrzeug aller Zeiten.

Topspeed-Key

Topspeed-Key
Geschwindigkeiten ab 375 km/h müssen mit einem eigenen Schlüssel freigeschaltet werden

Protokoll einer Testfahrt

Ausschnitt aus der Messdatei einer Hochgeschwindigkeitsfahrt von insgesamt fünf Minuten